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Organisationen

AGI Arbeitsgemeinschaft Influenza

Die AGI ist ein System zur Überwachung der Influenza in Deutschland, durchgeführt vom Robert Koch-Institut, Berlin (Federführung), dem Deutschen Grünen Kreuz, Marburg und dem Nationalen Referenzzentrum für Influenza, Berlin.

Die Arbeit der AGI wird von 4 pharmazeutischen Herstellern von Influenza-Impfstoffen finanziell unterstützt. Das Robert Koch-Institut selbst erhält keine finanzielle Unterstützung und wird ausschließlich vom Bund getragen. Ein achtköpfiger Beirat berät die AGI in wissenschaftlichen Fragen.

Das System hat drei Schwerpunkte:

  • die Überwachung des Syndroms der "akuten respiratorischen Erkrankungen" (ARE); dieser Teil wird koordiniert vom Deutschen Grünen Kreuz
  • die virologische Diagnostik von Rachenabstrichen, durchgeführt von den Nationalen Referenzzentren für Influenza;
  • die Meldedaten direkter Virus-Nachweise von Influenza, die beim RKI eingehen. Seit 1.1.2001 ist der direkte Nachweis von Influenza gemäß dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) meldepflichtig.

http://influenza.rki.de/agi

Wöchentlicher Bericht

Während der Influenza-Saison veröffentlicht die AGI wöchentlich einen Bericht über die aktuelle epidemiologische Lage. Die AGI registriert die wöchentlichen Neuerkrankungen bzw. Arztkonsultationen nach Altersgruppen, Arbeitsunfähigkeiten bzw. Einrichtungsbesuchsverboten und Krankenhauseinweisungen wegen ARE. Diese Erfassung erfolgt in enger Kooperation mit etwa 600 mitarbeitenden Arztpraxen. Die aktuell zirkulierenden Viren werden in diesem Netzwerk analysiert und die Ergebnisse der WHO mitgeteilt.

Literatur
1) Internetseite der Arbeitsgemeinschaft Influenza unter www.influenza.rki.de/agi
2) Saisonberichte der AGI: Influenza-Saison 1966 - 2006

BsAfB – Bundesverband selbständiger Arbeitsmediziner und freiberuflicher Betriebsärzte e.V.

Der Berufsverband gründete sich 1996 aus der Arbeitsgemeinschaft freiberuflicher Betriebsärzte in Hannover und dehnt sich mittlerweile über das gesamte Bundesgebiet aus.
Der Berufsverband versteht sich als Antagonist großer überregionaler arbeitsmedizinischer Dienste. Er berücksichtigt speziell die Probleme und Besonderheiten der betriebsmedizinischen Tätigkeit von niedergelassenen Ärzten, also von freiberuflichen Arbeitsmedizinern, niedergelassenen Kollegen mit der Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin oder zum Teil auch von kleinen regionalen arbeitsmedizinischen Zentren.
Der BsAfB hat 2005 eine eigene Fachzeitschrift als offizielles BsAfB-Organ herausgegeben.
Die berufspolitischen Ziele des BsAfB liegen darin, die Stellung der niedergelassenen Arbeits- und Betriebsmediziner zu stärken.

www.bsafb.de

DGAUM Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin

Die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM) wurde 1962 gegründet. Ihr gehören heute ca. 1000 auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin und Umweltmedizin tätige Ärztinnen und Ärzte an. Die DGAUM arbeitet auf wissenschaftlicher Basis eng mit dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. - Berufsverband Deutscher Arbeitsmediziner - zusammen.

Die Ziele der DGAUM sind:

  • die wissenschaftlichen und fachlichen Belange der Arbeitsmedizin und einer klinisch orientierten Umweltmedizin zu fördern
  • Aus-, Weiter- und Fortbildung auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin und klinischen Umweltmedizin zu fördern
  • an der bestmöglichen arbeitsmedizinischen und umweltmedizinischen Betreuung der Bevölkerung mitzuwirken
  • die in Grundlagenforschung und praktischer Arbeit gewonnenen Erkenntnisse in der allgemeinen Öffentlichkeit zu verbreiten

http://www.dgaum.de/

DVV Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten

Die Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. (DVV) wurde am 31. August 1954 in Berlin als interdisziplinäres Instrument der Ärzte und Wissenschaftler in Praxis, Klinik, Forschungsinstituten und Gesundheitsbehörden gegründet. Sie wird vom Bundesministerium für Gesundheit, den Gesundheitsministerien der Bundesländer, wissenschaftlichen Fachgesellschaften sowie sozial engagierten Stiftungen und Organisationen getragen. Zusätzlich wird die DVV bei der Erfüllung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben vom Fördererverein zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. gefördert und finanziell unterstützt.

Ziel: Eradikation und Elimination von Viruserkrankungen in enger Kooperation mit der WHO. Eine weitere Aufgabe besteht im Erarbeiten von Therapierichtlinien zur Behandlung von Viruserkrankungen.

http://www.med.uni-jena.de

PEI Paul-Ehrlich-Institut

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) wurde am 1. Juni 1896 als Institut für Serumforschung und Serumprüfung in Steglitz bei Berlin gegründet. Sein erster Direktor war der Namensgeber des heutigen Instituts, Paul Ehrlich, der 1908 für "unvergängliche Verdienste um die medizinische und biologische Forschung, namentlich um die Wertbestimmung der Serumpräparate" den Nobelpreis für Medizin erhielt.
Das Paul-Ehrlich-Institut ist eine Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Unterschiedliche, im deutschen und europäischen Arzneimittelrecht festgelegte Aufgaben nehmen den breitesten Raum unter seinen Tätigkeitsfeldern ein. Exemplarisch werden die Genehmigung klinischer Prüfungen und die Zulassung bestimmter Arzneimittelgruppen genannt. Seit seiner Gründung konzentriert sich das Paul-Ehrlich-Institut auf biomedizinische Arzneimittel: Impfstoffe für Mensch und Tier, Antikörper enthaltende Arzneimittel, Allergene für Therapie und Diagnostik, Blut und Blutprodukte und seit jüngster Zeit Gewebe sowie Arzneimittel für Gentherapie, somatische Zelltherapie und xenogene Zelltherapie, also für Verfahren forschungsnaher biomedizinischer Behandlung.

Die genehmigungs- und zulassungsbezogenen Aktivitäten, aber auch die Erfassung und Bewertung von unerwünschten Wirkungen (Pharmakovigilanz) haben zum Ziel, Arzneimittel mit positivem Nutzen-Risiko-Verhältnis der Bevölkerung zugänglich zu machen.
Einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit biomedizinischer Arzneimittel liefert die vom Hersteller unabhängige staatliche experimentelle Chargenprüfung am Paul-Ehrlich-Institut.

http://www.pei.de

RKI Robert Koch-Institut

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention und damit auch die zentrale Einrichtung des Bundes auf dem Gebiet der anwendungs- und maßnahmenorientierten biomedizinischen Forschung.

Die Aufgaben des RKI umfassen:

  • die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infektionskrankheiten.
  • Der generelle gesetzliche Auftrag, wissenschaftliche Erkenntnisse als Basis für gesundheitspolitische Entscheidungen zu erarbeiten.
  • die wissenschaftliche Untersuchung, die epidemiologische und medizinische Analyse und Bewertung von Krankheiten mit hoher Gefährlichkeit, hohem Verbreitungsgrad oder hoher öffentlicher oder gesundheitspolitischer Bedeutung.

Das RKI berät die zuständigen Bundesministerien, insbesondere das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), und wirkt bei der Entwicklung von Normen und Standards mit. Es informiert und berät die Fachöffentlichkeit sowie zunehmend auch die breitere Öffentlichkeit. Im Hinblick auf das Erkennen gesundheitlicher Gefährdungen und Risiken nimmt das RKI eine zentrale „Antennenfunktion“ im Sinne eines Frühwarnsystems wahr.

http://www.rki.de

VDBW Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V.

Der Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V., kurz VDBW genannt, ist der Berufsverband Deutscher Arbeitsmediziner und vertritt seit über 50 Jahren die Interessen seiner rund 3.300 ärztlichen Mitglieder im gesamten Bundesgebiet. Der VDBW ist der Zusammenschluss von Betriebs- und Werksärzten und anderen arbeitsmedizinisch tätigen Ärzten aus Praxis und Wissenschaft. Der VDBW wurde 1949 in Leverkusen gegründet und repräsentiert rund ein Drittel aller Betriebsärzte in Deutschland.

Die organisierten ärztlichen Kolleginnen und Kollegen kommen aus allen Bereichen der betriebsärztlichen Tätigkeit, beispielsweise aus internationalen Großunternehmen, Verwaltungen, Betriebsarztzentren oder aus der freiberuflichen eigenen Praxis.

http://www.vdbw.de


Stand: Februar 2012, db/bk

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